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«Die Stille der Geräusche» Jenseits des Nebels

Ein Akt auf einer Staffelei... wenige verwelkte Blätter auf dem Boden...
Eine schwindelerregende Silhouette umschreibt einen seltsamen Raum. Kabinett der Neugierde, Zimmer der Abwesenheit, das zurückgelassene Atelier des verstorbenen Malers Ernst Müller, das angeschmiegt an die Talmulde, versteckt im morgendlichen Dunst des Berner Seelandes liegt, wird durch die Gesten und Schritte des Unbekannten ein Ort der unsichtbaren Heldentaten.
«Wie in einem Traum?» Zwischen Mutter und Muse, Nebel und Gabriel Fauré, Romantik und Fantastischem muss der edle Unbekannte identifizieren, woher jede einzelne der vielen wertvollen Sekunden kommt, die die Zeit weben. Hall und Wiederhall der Stunden, sie rollen und gleiten hinter den Schleier... weit... weit über die Stille der Geräusche hinaus, auf die andere Seite des dunstigen Nebels.
Spieler des Zufalls, Jongleur der Töne, Jakob Surbeck ist ebenso bizarr und edel, wie seine Präsenz. Mit einer verwirrenden Ruhe bespielt und belebt er den Raum und die Zeit. „Von wo kommst du?“ wagen wir ihn zu fragen. „Von jenseits des Nebels“ antwortet uns sein Schatten.
Das Szenario und die feingekleidete choreographische Inszenierung von Philippe Minella, die sphärische Beleuchtung von Michael Studer, die dramaturgische Mitarbeit von Iris Weder, die spannende sonore Erfindung mit dem fesselnden Spiel geworfener, katapultierter, geschleuderter und rhythmisierter Objekte von Jakob Surbeck, verzaubert und verwandelt die Bühne. Jenseits der Realität entsteht Geheimnisvolles vor unseren Augen.

Konzept „Sonores Theater“ und Spiel: Jakob Surbeck
Szenario, Regie und Choreographie: Philippe Minella
Licht: Michael Studer und Philippe Minella
Dramaturgische Mitarbeit: Iris Weder

«Die Stille der Geräusche» entwickelt ein magnetisches Wirkungsfeld zwischen multiplizierten Stimmen, sonorem Spiel, bewegten Gegenständen, gekratzt-geklopft-verstärkten Geräuschen, plastisch-rhythmischen Handlungen, theatralischen Choreographien und unerwarteten Gedankenverbindungen, das in sich das Gedicht «Après un Rêve» von Romain Bussine und die gleichnamige musikalische Komposition von Gabriel Fauré verwebt. «Die Stille der Geräusche» entführt uns in ein Universum geheimnisvoller Bilder.

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